Bereits im Mutterleib entwickeln sich bei dem noch ungeborenen Kind die Zähne. Hier werden schon die Grundlagen gelegt. Ist das Baby geboren, sind die Zahnkronen der Milchzähne im Kiefer schon fertig aber noch nicht sichtbar.

Die ersten Milchzähne kommen ab dem 6. Lebensmonat, meist zuerst die unteren Frontzähne, dann die oberen Frontzähne und schließlich die Seitenzähne. Etwa ab dem 30. Lebensmonat sind alle 20 Milchzähne vollständig durchgebrochen. 
Die durch den Kiefer durchbrechenden Milchzähne können beim "Zahnen" zu Schmerzen führen. Die Babys können quengelig sein und starken Speichelfluss haben. Viel Liebe und Zuwendung und gekühlte Brotkrusten zum Beißen oder Beißringe können Abhilfe und Erleichterung schaffen.

Die ersten bleibenden Zähne kommen etwa ab dem 6. Lebensjahr. Zuerst die bleibenden Backenzähne (6er), sie brechen hinter dem letzten seitlichen Milchzahn durch. Dann ersetzen die bleibenden Frontzähne die Milchfrontzähne. Zuletzt brechen die seitlichen letzen Backenzähne und die kleinen Backenzähne durch. Ein Erwachsener hat (inklusive der 4 Weisheitszähne) 32 Zähne.

 

Von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen

Beim Zahnwechsel ersetzen die bleibenden Zähne langsam nach und nach die Milchzähne: Durch den Wachstumsdruck der bleibenden Zähne werden die Milchzahnwurzeln nach und nach aufgelöst und immer kürzer. Die Milchzahnkronen fangen schließlich an zu wackeln und fallen meist von alleine aus. Auf dem Röntgenbild rechts kann man die noch im Kiefer liegenden bleibenden Zahnkronen mit den unvollendeten Wurzeln erkennen. Je weiter die bleibenden Zähne Richtung Zahnfleisch durchwachsen, desto länger entwickeln sich ihre Wurzeln und desto kürzer werden die Milchzahnwurzeln.   Gehen Sie mit der Maus über das  Bild rechts

Zahnwechsel

Meist fallen die Milchzähne von alleine aus: dadurch, dass die Wurzeln immer kürzer werden lockern sie sich und lösen sich schmerzlos aus dem Knochen/Zahnfleisch. Kurz darauf schauen schon die bleibenden Nachfolger mit ihren Höckerspitzen durch das Zahnfleisch hindurch und wachsen innerhalb weniger Monate bis zu ihrer vollen Größe in die Mundhöhle hinein.

Manchmal kann es auch vorkommen, dass die Milchzähne nicht von alleine herausfallen weil die nachfolgenden bleibenden Zähne nicht ganz an der richtigen Stelle nachfolgen, dann lösen sich die Milchzahnwurzeln nicht völlig auf und sie lockern sich nicht.
In diesem Fall kann man durch ein Röntgenbild kontrollieren, wie weit der Zahnwechsel vorangegangen ist, und ob die bleibenden Zähne überhaupt alle angelegt sind. Manchmal genügt auch einfach das Entfernen der Milchzähne in der Praxis und dann können die bleibenden Zähne doch sehr schnell folgen. Aber zuerst mal lässt man der Natur ihren Lauf und wartet ein bisschen ab.  Bei manchen Kindern geht der Zahnwechsel sehr schnell voran, bei anderen etwas langsamer und später. 

Sollten die bleibenden Zähne nicht genügend Platz haben zum Durchbrechen (zum Beispiel durch vorzeitigen Milchzahnverlust und eingeengte Lücken, oder auch durch Fehlstände und ererbte Engstände) so kann unter Umständen eine frühzeitig eingeleitete kieferorthopädische Behandlung mit Lückenhaltern (Offenhalten der Lücken für die bleibenden Zähne) oder anderen abnehmbaren "Zahnspangen" das Kieferwachstum in die richtige Richtung fördern und für genügend Platz sorgen.

Lutschen an Schnullern oder am Daumen können das gesunde Kieferwachstum behindern und zu Fehlstellungen der Milchzähne führen - mit erheblichen Auswirkungen auch auf das bleibende Gebiss.

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Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.

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