Säuglinge und Kleinkinder

Worauf sollten Eltern beim Umgang mit ihrem Kind achten:

Karies ist nicht erblich - das mag für Sie tröstlich sein. Meist haben heute aufwachsende Kinder mehr Freude an ihren Zähnen als dies früher der Fall war. Informieren Sie sich als Eltern über die Zahngesundheit und nutzen Sie die Informationen.

Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches werden durch bestimmte Bakterien verursacht. Diese leben in der Mundhöhle und ernähren sich von Kohlehydraten (aufgespaltete Stärke, Zuckermoleküle) in den Zahnbelägen. 
Ein Säugling hat eine andere Bakterienflora (= Bakterienarten im Mund: nützliche und schädliche) als Erwachsene und die krankmachenden Keime noch nicht im Mund. 

Mit dem ersten Atemzug des Kindes nach der Geburt beginnt erst die Besiedelung der Mundhöhle des Kindes mit Mikroorganismen. Die Bakterienflora im Mund eines Kindes ist erst etwa ab dem 4. Lebensjahr stabil. Wenn man bis dahin eine Ansiedelung krankmachender Bakterien in der Mundhöhle verhindern kann haben Kinder eine gute Chance gesunde Zähne zu behalten. Die Eltern können jedoch die Bakterien aus ihrem eigenen Mund auf ihr Kind übertragen z.B. durch Schmusen, Ablutschen eines Schnullers oder Löffels.

Aus diesem Grunde sollten Eltern auf eigene gute Mundhygiene achten. 
Wenn Sie selbst gesunde Zähne und Zahnfleisch haben, ohne Retentionsnischen in denen sich Bakterien aufhalten können, können sie auch weniger Bakterien auf ihr Kind übertragen:

Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern

Muttermilch ist immer noch die beste Nahrung für Ihr Kind - sie ist in ihrer Zusammenstellung optimal auf die Bedürfnisse des Kindes eingestellt. Zudem vertieft das Stillen die innige Mutter-Kind-Beziehung. Flaschennahrung ist oft sehr süß. Stillen Sie wenn möglich ein halbes Jahr Ihr Kind.  
Aber nicht jede Mutter kann stillen: wenn Sie nicht stillen können oder wollen achten sie auf hochwertige Babykost entsprechend der Empfehlungen des Kinderarztes.
Sowohl beim Stillen als auch bei der Ernährung mit der Flasche kann ab dem 5.-7. Monat zusätzlich zur Flüssignahrung mit dem Zufüttern von Gemüsebreien begonnen werden. Achten Sie darauf dass die Kindernahrung nicht süß ist - jetzt legen Sie den Grundstein für die Geschmacksempfindungen und Gewohnheiten des Kindes. Bekommen die Kinder gesüßte Breie können sie leicht auch später die Vorliebe für eine solche Nahrung und Süßes beibehalten. Sie als Eltern stellen jetzt die Weichen und können Ihr Kind an gesunde Nahrung gewöhnen.

Nuckelflaschen 

fördern Karies, "Flaschen-Sauger-Karies"  >>>

"Nuckel-Karies"

Sie sollten Ihrem Kind keine Fläschchen zum Dauernuckeln überlassen, vor allen Dingen nicht mit gesüßten Getränken. Durch ständiges Nuckeln am Tage oder beim Einschlafen werden die Zähnchen die gerade wachsen sehr schnell kariös und es kann zur typischen Flaschen-Sauger-Karies vor allen Dingen an den oberen Milchzähnen kommen. Dadurch kann Ihr Kind die Milchzähne zu früh verlieren. Am besten gewöhnen Sie Ihr Kind sehr früh direkt nach dem Abstillen an das Trinken aus eine Kindertasse. Ab dem ersten Lebensjahr kann das Kind bereits sehr gut aus einer Tasse trinken. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Nuckel-Karies auch durch den Gebrauch von Schnabeltassen auftritt.

In jedem Falle ist Dauernuckeln von Getränken schädlich. Zuckerhaltige Getränke schädigen durch die Säureeinwirkung die Zähne mehr als Zuckerfreie Getränke und Milch, aber auch diese eignen sich nicht zum Dauernuckel. Die beste Lösung ist Trinken zum Durstlöschen - im Beisein und mit Hilfe der Eltern.

Was Kinder essen sollten

in einem Buch vom Institut für Kinderernährung in Dortmund gibt es viele Tipps für gute Ernährung eines Kindes: 
    Was Kinder essen - und was sie essen sollten
    Ute Alexy und Mathilde Kersting, 
                                                                        Marseille Verlag, München 1999, 160 Seiten, 28 DM.

Gesunde Ernährungstipps  >>> gesunde Ernährung
Schnulli oder Daumen   >>>

Was tun?

Schnuller oder Daumen ?

Prophylaxe kann Ihnen und Ihren Kindern bis ins hohe Alter ein gesundes und sicheres Lachen ermöglichen !

Zurück

Zur Übersichtsseite Kinder,   zu Schwangerschaft

Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.

© Dr. Elke Seitz 2000