Risiken bei der zahnärztlichen Behandlung
Nachfolgende Informationen sollen Ihnen keine Angst bereiten. Dennoch ist jede Behandlung auch mit Risiken behaftet die Sie kennen sollten. Durch umsichtige Behandlungsweise und entsprechendes Verhalten während und nach der Behandlung seitens der Patienten können Risiken weitgehend vermieden werden, jedoch niemals ausgeschlossen werden.
Trotz aller Sorgfalt kann es auch bei "einfachen Behandlungen" zu Komplikationen kommen.
Die Betäubung
Um eine schmerzlose Behandlung zu erzielen wird oft eine örtliche Betäubung durchgeführt. Durch die Betäubungsspritze kann es in äußerst seltenen Fällen zu einer Schädigung von Nerven im betäubten Gebiet kommen. Die Folgen können Gefühllosigkeit und Einschränkungen im Geschmacksempfinden sein. Die Beschwerden sind aber sehr selten und wenn sie auftreten meist nur vorübergehend, selten anhaltend. Sehr selten gibt es auch schwere Unverträglichkeits- und Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. Allergien. Auch Auswirkungen auf Herz und Kreislauf sind möglich, da viele Medikamente kreislaufwirksame Komponenten besitzen.
Es kann auch zu Angst-Gefühlen oder Beklemmungsgefühlen durch die Spritze kommen bis hin zu einer Ohnmacht oder einem Schock. Auch starke allergische Reaktionen sind in Einzelfällen möglich. Dann müssen durch Erste Hilfe-Maßnahmen der Kreislauf stabilisiert werden und ein Notarzt oder Internist wird schnellstmöglich hinzugezogen.
Um mögliche Unverträglichkeitsreaktionen auf lokale Betäubungsmittel auszuschließen teilen Sie dem Zahnarzt bitte mit, ob bereits Komplikationen durch eine lokale Betäubung aufgetreten sind, oder ob Sie an bekannten Allergien gegen Medikamente oder Nahrungsmittel leiden. Teilen Sie dem Arzt auch mit, welche weiteren Medikamente sie einnehmen um mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten im voraus zu erkennen.
Nach einer Spritze kann die Reaktionsfähigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr beeinträchtigt sein. Sie sollten daher kein Auto steuern und auch kein Fahrrad fahren.
Die folgenden Hinweise beziehen sich auf allgemeine Behandlungsmaßnahmen wie z.B. Bohren, Schleifen, Zahnziehen u.ä., die Sie eventuell schon von früheren Behandlungen beim Zahnarzt kennen. Über spezielle Eingriffe werden Sie vor jedem Eingriff in einem persönlichen Gespräch gesondert informiert.
Beim Schleifen und Bohren:
Beim Schleifen und Bohren kann es (z.B. durch unerwartete Bewegungen des Patienten) zu Verletzungen umliegender Gewebe kommen, Schleimhaut oder sehr selten Knochen. Diese heilen jedoch in der Regel komplikationslos ab.
Bei allen zahnärztlichen Eingriffen:
Es kann vorkommen, dass der Patient einen gezogenen Zahn, eine Krone oder Gussfüllung bei der Anprobe oder auch kleine Instrumente verschluckt oder in die Luftwege aspiriert (einatmet). Eine Aspiration ist sehr selten, kann in Ausnahmefällen aber lebensbedrohlich sein
Schmerzen
Nach
einer Behandlung können aus verschiedenen Gründen Schmerzen auftreten.
Insbesondere nach chirurgischen Eingriffen aber auch bei "einfachen"
Behandlungen wie z.B. einer Zahnfüllung oder dem Einsetzen von Zahnersatz
können Schmerzen auftreten. Bitte melden Sie sich in einem solchen Fall
umgehend in der Praxis.
Erhöhte Empfindlichkeit von Zähnen nach Zahnfüllungen wie z.B.
Kälteempfindlichkeit oder eine leichte Druckempfindlichkeit sind in den ersten
Stunden oder Tagen nach einer Behandlung normal, bei anhaltenden Beschwerden
jedoch sollten Sie sich umgehend in der Praxis melden.
Bei chirurgischen Eingriffen:
Um ein Risiko möglich gering zu halten beantworten Sie bitte die Fragen nach Ihrem Gesundheitszustand auf dem Anamnesebogen. Sollten sie lange Jahre bei demselben Zahnarzt in Behandlung sein, so teilen sie Ihm jede Änderung ihres Gesundheitszustandes mit.
Wichtige Fragen vor zahnärztlichen und insbesondere chirurgischen Eingriffen die sie unbedingt beantworten sollten um mögliche Risiken vorher zu erkennen:
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Bestehen Überempfindlichkeiten/Allergien gegen Medikamente, Pflaster, bestimmte Nahrungsmittel |
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Traten bei zahnärztlichen Eingriffen/anderen Operationen Komplikationen auf? |
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Haben Sie einmal eine Betäubungsspritze nicht gut vertragen (Unwohlsein, Übelkeit, Schwindel)? |
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Leiden Sie an Herz-/Kreislauferkrankungen? |
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Neigen Sie zu vermehrten Blutungen nach Verletzungen oder Eingriffen beim Zahnarzt? |
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Nehmen Sie Blut-verdünnende (gerinnungshemmende) Medikamente? |
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Sind sie Endocarditis - gefährdet? |
Zu Risiken und Komplikationen bei chirurgischen Behandlungen
Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.
© Dr. Elke Seitz 2000