Schwangerschaft  -  Prophylaxe

Herzlichen Glückwunsch!

Sie erwarten ein Baby

Wir freuen uns mit Ihnen, dass Sie ein Baby erwarten und wollen Ihnen einige Informationen geben die dazu beitragen, dass Ihre Zähne gesund bleiben und auch Ihr Baby später gesunde Zähne bekommt.

Für werdende Mütter bestehen vor der Geburt ihres Kindes besondere Verhältnisse. Jedoch entbehrt die alte Legende " jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn" jeglicher Wahrheit.
Die Zähne einer schwangeren Frau werden nicht anfälliger für Karies, denn der Speichel bleibt unverändert und umspült die Zähne wie immer. Ohnehin können innerhalb der neun Monate Schwangerschaft und auch während der Stillzeit keine Löcher in bis dahin gesunden Zähnen entstehen, es sei denn, die werdende Mutter würde plötzlich einen Heißhunger auf Süßes verspüren und jegliche Zahnhygiene vernachlässigen.
Während der Schwangerschaft neigt jedoch das Zahnfleisch wegen veränderten Hormoneinstellungen im Körper leichter zu Entzündungen. Deshalb muss man einer sorgfältigen Mundhygiene besondere Beachtung schenken.

Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft

Schon während der Schwangerschaft können sie viel für die bestmögliche Entwicklung ihres Kindes und auch der Zähne des ungeborenen Kindes tun.

Eine gesunde Ernährung und Lebensweise ist gerade in der Schwangerschaft wichtig für die Mutter und auch für die Gesundheit des werdenden Kindes. Auch jetzt gefährden Süßigkeiten die Gesundheit Ihrer Zähne und des Zahnfleisches. Selbst wenn manchmal die Lust auf Süßes sehr groß ist, sollte der Verzehr von Süßigkeiten eingeschränkt werden.

Ernähren Sie sich mit einer ausgewogenen Mischkost aus reichlich Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukten und hochwertigem Eiweiß aus gelegentlich Fleisch und Fisch. So werden Sie selbst ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt und halten gleichzeitig die notwendigen Nährstoffe für Ihr Kind bereit.   >>>

Tipps zur gesunden Ernährung

Die Ernährung der Mutter ist auch für Babys Entwicklung und seine Zähne wichtig:

Hätten Sie das gewusst: bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche bilden sich die Milchzähne. Bei der Geburt des Kindes sind alle 20 Milchzahnkronen voll entwickelt., selbst der bleibende Backenzahn, der erst im 6. Lebensjahr durchbricht, entsteht zum Teil schon vor der Geburt. Schon Deshalb ist auch die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft wichtig für die künftige Gesundheit ihres Kindes, hier werden die Grundlagen gelegt für später.

Zähne und Zahnfleisch während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft findet in Ihrem Körper eine hormonelle Veränderung statt. Diese bedingt unter anderem, dass bestimmte Gewebe aufgelockert und auch stärker durchblutet werden als Vorbereitung für die kommende Geburt. So wird auch das Zahnfleisch lockerer und stärker durchblutet. Das normalisiert sich nach der Geburt jedoch wieder.

Die Auflockerung und Blutungsneigung des Zahnfleisches wird durch Zahnbeläge und/oder mangelnde Mundhygiene noch verstärkt. So können noch leichter Zahnfleischentzündungen (Schwangerschafts-Gingivitis) entstehen, die auch nach der Geburt Schäden hinterlassen können: das Zahnbett (Knochenfach und Bindegewebe in das der Zahn eingelagert ist) kann geschädigt bleiben und so zu einem frühzeitigen Verlust von Zähnen führen (Parodontitis). Gesundes Zahnfleisch in der Schwangerschaft ist sehr wichtig. Auch die Gesundheit des werdenden Kindes und der Verlauf der Schwangerschaft können beeinflusst werden.

Schwangerschaftserbrechen

Oft besteht in den ersten Schwangerschaftswochen Übelkeit und die Neigung zum Erbrechen. Durch das Erbrechen des sauren Mageninhaltes werden die Zahnoberflächen stark angegriffen (angeätzt). Nach Erbrechen die Zähne (mit dem angegriffenen Schmelz) deshalb nicht stark bürsten um die angegriffene Oberfläche nicht noch aufzurauen, sondern lieber mit einer fluoridhaltigen Mundspüllösung den Mund gut ausspülen. 
Sprechen Sie im Falle starken Schwangerschaftserbrechens mit Ihrem Gynäkologen darüber ob nicht ein pflanzliches Mittel die Übelkeit etwas mildern kann.

Erkrankungen in der Mundhöhle

Hauptursache für Zahnverlust sind Karies und Erkrankungen des Zahnhalteapparates wie Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und schließlich Parodontitis. Diese Erkrankungen werden von Bakterien verursacht.
Mittlerweile wird diskutiert, ob diese aggressiven Bakterien auch mitverantwortlich sind für viele andere Erkrankungen im Körper, da sie oder ihre Toxine bzw. Stoffe aus unserer Körperabwehr über den Mund in die Blutbahn gelangen und somit andere Regionen des Körpers erreichen bzw. beeinflussen können.
Untersuchungen haben ergeben, dass ein Zusammenhang bestehen kann zwischen Parodontitis und Frühgeburten. Die Auswirkungen der Parodontitis auf den Körper können zu mangelnder Funktion der Plazenta und damit zu Mangelernährung des im Bauch wachsenden Kindes führen.

Früherkennung schützt

Die regelmäßige Untersuchung Ihrer Zähne und des Zahnfleisches durch den Zahnarzt ist aus diesen Gründen gerade in der Schwangerschaft besonders wichtig. Eventuelle Veränderungen werden rechtzeitig erkannt und es können geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Was wir Zahnärzte für Sie tun können in der Schwangerschaft

Bei der zahnärztlichen Untersuchung werden alle Zähne untersucht das Zahnfleisch und die Schleimhäute im Mund. Sofern es sich nicht um eine Notfallebehandlung mit Schmerzen unerklärlicher Ursache handelt wird in der Schwangerschaft auf Röntgenbilder verzichtet. Nicht dringende aber notwendige größere Zahnbehandlungen sollten auf die Zeit nach der Geburt/Stillen verschoben werden: Amalgamfüllungen sollten nicht kurz vor einer gewünschten Schwangerschaft oder in einer Schwangerschaft entfernt werden. Betäubungsspritzen sollten nur im Notfall in der Schwangerschaft gegeben werden, zum Beispiel bei Zahnschmerzen. Sofern vorhanden wird der Zahnstein entfernt, falls nötig das Zahnfleisch behandelt

Zur optimalen Gesundheitsvorsorge in der Schwangerschaft ist eine intensive Betreuung empfehlenswert:

Erstellen eines Mundhygienestatus, Aufklärung, Ernährungsberatung

Anleitung und intensive Betreuung für Ihre Zahnpflege zu Hause

Fluoridierung der Zähne in regelmäßigen Abständen

professionelle Zahnreinigung

Maßnahmen zur Keimverminderung in der Mundhöhle

regelmäßige Kontrollen

Diese weitergehende Betreuung zur Mundgesundheits-Vorsorge wird z.T. noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und muss somit privat in Rechnung gestellt werden, sollte aber dennoch bei der Krankenkasse eingereicht werden - da manche Kassen die Kosten dann doch übernehmen.

Worauf sollten Eltern beim Umgang mit ihrem Baby achten:

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Nun wünsche wir Ihnen zunächst einmal eine glückliche Zeit.

Alles Gute.

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Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.

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