Gesunde Ernährung
"Nein meine Suppe eß ich nicht".... schon unsere Vorfahren konnten ein Lied davon singen wie gerne Gesundes gegessen wird.
Keine Vitaminpille
und kein Nahrungsergänzungsmittel kann die Vielzahl der Stoffe liefern, die
eine ausgewogene Ernährung enthält.
Nachfolgend erhalten Sie
einige Tipps zur gesunden Ernährung - vieles wissen Sie sicher schon. Nicht nur
Ihre Zähne werden es Ihnen danken. Gesundheit kommt nicht von außen. Zur
Vorbeugung vor Erkrankungen jeglicher Art bedarf es eines gesunden Körpers mit
gesundem, intaktem Immunsystem. Mit der Ernährung legen Sie die Grundlage aus
der der Körper Kraft schöpft.
Grundlagen und Regeln gesunder Ernährung sind weitgehend bekannt.
Mangelzustände infolge Fehlernährung wie zum Beispiel Rachitis sind heute
weitgehend verschwunden. Karies jedoch ist laut Weltgesundheitsorganisation
(WHO) eine der häufigsten Krankheiten überhaupt, auch Parodontitis ist eine
Volkskrankheit.
Was ist gesunde Ernährung
Essen
sie ausgewogen und langsam kauen Sie gründlich.
Achten Sie auf täglich frisches Obst und Gemüse je nach Jahreszeit. Ziehen sie selbstgekochte
Speisen Konserven vor. Vermeiden Sie Konservierungsstoffe in Nahrungsmitteln wo
immer es geht. Versuchen Sie einheimische Produkte den Exotischen vorzuziehen:
lieber Äpfel als Orangen.
Achten Sie darauf so wenig wie möglich Industriezucker (weißer Zucker,
Fruchtzucker) zu verzehren. Schränken sie zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten ein
und essen dafür lieber Obst als Zwischenmahlzeit. Ziehen Sie Vollkornprodukte
den Produkten aus weißem Mehl vor. Ballaststoffe (in Getreide, Gemüse,
Rohkost) braucht der Darm zur Verdauung.
Naturnahe Produkte liefern dem Körper Stärke (die im Darm in Traubenzucker
umgewandelt wird), Mineralien, Vitamine und zusätzlich weitere wichtige
Nahrungsbestandteile, an denen unsere industriell verarbeiteten Nahrungsmittel
teilweise verarmt sind.
Vergessen Sie nicht versteckten Zucker zum Beispiel in Gemüsekonserven oder Ketchup.
Gesunde
Nahrungsmittel:
Brot, Butter, Käse, Milch, Hülsenfrüchte, Getreide, Wurst, Eier, frisches
Obst und Gemüse, Mineralwasser.
Trockenfrüchte wie Rosinen oder Aprikosen u.ä. sind zwar für den Körper
gesund, für die Zähne als Zwischenmahlzeiten jedoch weniger geeignet da sie
kaum mehr Wasser enthalten und der Fruchtzucker in Ihnen sehr konzentriert ist.
Zudem sind sie sehr klebrig und haften stark auf den Zähnen.
Minderwertige
Nahrungsmittel
Bonbons, Schokolade, Kuchen, weißes Mehl, Eis, Limonaden, Säfte (nicht frisch
gepresste), Zucker in jeder Form.
Getränke
Verzichten
Sie wann immer es geht auf zuckerhaltige Getränke: lieber Mineralwasser oder
ungesüßten Tee als Fruchtsäfte oder gar Cola. Auch verdünnte
Fruchtsaftgetränke enthalten sehr viel Zucker. Pure Fruchtsäfte enthalten
nicht nur sehr viel Zucker sondern auch Fruchtsäure - auch hier kann der
tägliche Genuss zahnschädigend sein. Gegen frisch gepresste Fruchtsäfte als
gelegentliche Vitaminspender ist nichts einzuwenden.
Zuckerfreie Getränke dagegen enthalten auch
keine Kalorien und überflüssigen "Brennstoff" für den Körper.
Für die Zähne ist es von großer Bedeutung, wie Getränke getrunken werden.
Schnelles Trinken (Beispiel ein Glas leeren) schadet den Zähnen kaum. Beim
langsamen Trinken oder gar dem Trinken durch einen Strohalm wird jedoch alle
paar Minuten wieder Zucker um die Zähne gespült und nachgeliefert der dann von
den Mundbakterien fortlaufend in Säure umgewandelt wird. Das gleiche geschieht
auch, wenn Babys aus Nuckelflaschen trinken. Am besten ist es also zum
Durstlöschen sein Glas auszutrinken (gleich ob Wasser oder andere Getränke)
und dann wieder eine Weile zu warten.
Sicherlich schadet es nicht wenn man hin und wieder mal ein Gläschen Cola trinkt - allerdings sollte dies eher die Ausnahme sein.
Sogenannte Light-Getränke mit Zucker-Austauschstoffen sind ebenfalls als bedenklich einzustufen. Künstliche Süßstoffe sind zum Teil gesundheitlich bedenklich. In Tierversuchen erweisen sie sich zum Teil als Krebs erzeugend oder Krebs fördernd. Für den Menschen sind die Ergebnisse widersprüchlich - also besser darauf verzichten.
Zum Durstlöschen eignen sich am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Meist ist unser Leitungswasser von guter Qualität und eignet sich ebenfalls als Trinkwasser ausgezeichnet.
Zwischenmahlzeiten, Süßigkeiten
Gerade
Kinder decken oft einen Großteil des täglichen Brennstoffbedarfs aus
minderwertigen Nahrungsmitteln - auch Kekse machen satt - Gemüse passt dann
nicht mehr in den Magen.
Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten sind die größte Gefahr für die Zähne.
Es fällt uns schwer, alte Gewohnheiten zu ändern und auf solche
Zwischenmahlzeiten zu verzichten. Am Besten wäre es, Zuckerhaltige
"Nachtische" direkt nach der Mahlzeit zu verzehren und dann die Zähne
zu putzen, oder auf zahnfreundlich Produkte umzusteigen. Es genügt nicht,
zuckerfreie Süßwaren zu kaufen: sie enthalten oft andere Zuckerarten wie
Fruchtzucker oder Traubenzucker die im Zahnbelag rasch in zerstörende Säuren
umgewandelt werden.
|
Zahnschonende Süßwaren: Mit dem Zahnmännchen werden zahnschonende und zahnfreundliche Produkte gekennzeichnet: dies
sind streng geprüfte Produkte, die zu keiner wesentlichen Säurebildung
im Zahnbelag führen. |
|
Obst
Frisches Obst enthält Fruchtsäuren und Zucker.
Beim Essen des Obstes wird durch das Kauen und den Gehalt an Fruchtsäuren der
Speichelfluss stark angeregt - der Zucker im Obst verbleibt nur kurze Zeit im
Mund. Deshalb ist frisches Obst als Zwischenmahlzeit geeignet. (Ausnahme:
Zitrusfrüchte: enthalten sehr viel Fruchtsäuren die direkt die Zähne
angreifen und klebriges Obst wie zum Beispiel Bananen (weich, regen nicht zum
Kauen an) oder Dörrobst)
Beachte:
Nach dem Verzehr von frischem Obst die Zähne nicht unmittelbar danach stark bürsten - die Fruchtsäure greift kurzfristig den Zahnschmelz an, wird dieser dann sofort gebürstet kann er schneller abgelöst werden. Deshalb nach dem Verzehr von frischem Obst den Mund nur mit Wasser ausspülen.
Obst dient jedoch nicht wie weitläufig angenommen als Ersatz der Zahnbürste: Apfel essen reinigt die Zähne nicht - die Bakterienbeläge bleiben unverändert bestehen. Werden jedoch Süßigkeiten durch Obstzwischenmahlzeiten ersetzt ist dies schon ein Schritt in Richtung gesunde Ernährung: Obst enthält viele wichtige Spurenelemente, Mineralien und Vitamine die in Süßwaren natürlich nicht enthalten sind.
Was essen Kinder
Ihr
Kind will immer Pommes und Nudeln -
in einem Buch vom Institut für Kinderernährung in Dortmund gibt es viele Tipps
für Alternativen:
Was Kinder essen - und was sie essen sollten,
Ute Alexy und Mathilde Kersting,
Marseille Verlag, München 1999, 160 Seiten, 28 DM.
Zur Übersichtsseite Prophylaxe
Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.
© Dr. Elke Seitz 2000