Volkskrankheit Karies - Zahnfäule - Loch im Zahn
In unserem Mund ist es feucht und warm. Deshalb leben dort viele Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze, nützliche und natürlich auch schädliche. Die nützlichen halten die schädlichen in Schach.
Karies wird durch Bakterien verursacht die sich vom Zahnbelag ernähren: Nach dem Essen bleiben auf unseren Zähnen Speisereste haften die einen Belag aus zerkleinerten Stärkeresten (Zuckermolekülen) bilden. Hier nisten sich mit Vorliebe bestimmte Bakterien ein, die sich von diesem Zucker ernähren und sich hier vermehren. Diesen klebrigen Belag aus Bakterien und Zucker nennt man Plaque (Biofilm). Das Endprodukt der "Bakterien-Verdauung" ist Milchsäure welche die Zahnoberfläche anätzt und entkalkt. Entkalken bedeutet den Entzug von Calcium aus der Zahnhartsubstanz. Dadurch wird der Zahn-Schmelz teilweise aufgelöst (entmineralisiert). Beginnende Karies erkennt man an den entkalkten Stellen (Kreideflecken) die weisslich-hellbraune Farbe haben. Haftet ständig ein Belag auf den Zähnen entstehen mit der Zeit auf diese Weise Vertiefungen in den Zähnen, in denen sich immer leichter Plaque ansammeln kann und sich immer mehr Bakterien einnisten. Die Löcher werden immer tiefer und nähern sich dem Zahnnerv wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Besonders leicht entsteht Karies in den tiefen Zahngrübchen (Fissuren) und den Zahnzwischenräumen da hier Plaque gut haften kann und die Reinigung erschwert ist. Auch an rauen Füllungen, überstehenden Füllungsrändern oder abstehenden Kronenrändern kann sich leicht Plaque ansammeln und es entstehen Schlupfwinkel für krankmachende Bakterien. Diese Beläge können auch zu Mundgeruch führen.
Erhöhter Konsum von zuckerhaltigen Speisen und Getränken fördert die Entstehung von Karies. Ebenso führen sehr saure Speisen und Getränke zu verstärkter Entkalkung von Zahnhartsubstanz und damit zu Schmelzverlust und Kariesbildung. Auch eine bestimmte Erkrankung, die Bulimie die einhergeht mit Erbrechen von Nahrung führt durch die Magensäure die beim Erbrechen in den Mund gelangt zu starker Entkalkung und Zerstörung der Zähne.
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Zahnaufbau
und Karies
Zahnschmelz besteht zu 97% aus Mineralien (Apatitkristalle aus Calcium und Phosphat) und enthält wenig organische Substanz (Proteine) und nur 1% Wasser. Dentin (Zahnbein) besteht zu zwei Dritteln aus Mineralien und im übrigen aus organischer Substanz und Wasser. Pulpa (Zahnnerv): nur diese enthält lebende Zellen, Blutgefäße und Nerven Auf dem Bild hat die Karies bereits den Schmelzmantel durchbrochen und das Zahnbein erreicht. Diese Karies ist bereits sichtbar durch dunkle Verfärbung des Zahnes und mit einer Sonde ist das Loch fühlbar. |
Kariesdiagnostik - Frühzeitiges Erkennen von Karies
Bei Vorsorgeuntersuchungen kann Karies frühzeitig erkannt werden. Kariöse Zähne sind meist braun verfärbt und zeigen bei weiter fortgeschrittener Karies sichtbare Löcher. Durch Sondieren mit feinen Instrumenten kann festgestellt werden wie tief die Karies bereits in den Zahn eingedrungen ist. Karies in den Zahnzwischenräumen kann durch bestimmte Lichtquellen die den Zahn durchleuchten oder auch durch Röntgenbilder frühzeitig erkannt werden.
Wird eine Karies nicht rechtzeitig erkannt, so kann es durch Fortschreiten zu einer tiefen Zerstörung des Zahnes kommen bis hin zum Zahntod, wenn die Karies den Zahnnerv erreicht. Dann kann unter Umständen nur noch durch eine Wurzelkanalbehandlung der Zahn erhalten werden. Ist dies nicht mehr möglich, muss der erkrankte Zahn entfernt werden um einer Entzündung des Knochens vorzubeugen.
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Röntgenbild Röntgenbilder ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen von Karies. Besonders die Entstehung von Karies in den Zahnzwischenräumen, die im Munde noch nicht sichtbar ist, kann hier erkannt werden und so frühzeitig behandelt werden um einer weiteren Zerstörung des Zahnes vorzubeugen
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Kariöse
Zähne
Deutlich zu erkennen sind die dunklen Verfärbungen in den Zahngrübchen (Fissuren) |
Kariöse Zähne müssen rechtzeitig behandelt werden damit die Karies nicht weiter fortschreiten kann:
Durch rechtzeitige Prophylaxe kann man Karies vermeiden. Weitere Links zu Füllungen und Zahnersatz
Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.
© Dr. Elke Seitz 2000