Gold-Einlagefüllung        (Gold-Inlay oder Onlay)

Die Füllung wird nach einer Abformung der Zähne im zahntechnischen Labor hergestellt und in den Zahn eingeklebt
Vorteile Nachteile

Optimale Lösung bei großen Defekten im Seitenzahnbereich

jahrzehntelange Haltbarkeit

ästhetische Ausstrahlung durch Schimmern des Goldes 

exakte Passung und Randdichtigkeit

jahrzehntelange positive Erfahrungen

 

hoher Kostenaufwand und aufwendige Herstellung

Zusatzkosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen

sichtbar da goldfarben

Unverträglichkeit mit anderen Metallen oder Legierungen im Mund 

sollte nicht längere Zeit neben Amalgamfüllungen liegen

mehrere Sitzungen nötig

 

Gold-Einlagefüllungen

Zur Zeit sind Goldlegierungen die am besten bekannten Materialien: Härte und Elastizität entsprechen den Werten des natürlichen Zahnes. Gold-Einlagefüllungen sind langzeiterprobt, können bei guter Zahnpflege "steinalt" werden, haben gute Verträglichkeit und eine optimale Passform. Es gibt Zahngolde in verschiedener Zusammensetzung. Wir verwenden palladiumfreie Hochgoldhaltige Legierungen mit über 98% Gold und Platin. Gold-Einlagefüllungen eignen sich zur Versorgung sehr großer Zahndefekte aufgrund ihrer hohen Stabilität. Sie ersparen manchem Zahn, der nicht mehr durch eine direkt im Mund eingebrachte Füllung versorgt werden könnte die Überkronung.

Diese Einlagefüllungen sind nicht zahnfarben. Jedoch ist zu sagen, dass Gold ein sehr ästhetisches Material ist. Das Schimmern von Gold ist ein weitaus schönerer Anblick als die silbrig schwarzen Amalgamfüllungen.

Zur Versorgung mit einer gegossenen Gold-Einlagefüllung muss der Zahn präpariert werden, das heißt die kariöse Substanz wird entfernt. Dies geschieht mit speziellen Bohrern oder auch schonender mit Schall-Instrumenten die nicht rotieren sondern schwingen. Diese Präparation muss sorgfältig sein und ist zeitaufwendig. Danach wird eine Abformung genommen. Auch der Gegenkiefer muss abgeformt werden. Der präparierte Zahn wird provisorisch versorgt. Danach werden im Technik-Labor die Abformungen mit Spezialgips ausgegossen. Die genauen Modelle beider Kiefer werden in einen Artikulator  montiert. Nun hat der Zahntechniker die Situation im Mund also in Gips vor sich. Auf diesem Gipsmodell wird nun die Füllung in Wachs modelliert. Die Wachsmodellation wird in eine feuerfeste Masse eingebettet, das Wachs wird ausgeschmolzen und und danach in den entstandenen Hohlraum Gold gegossen. Der Rohling wird ausgearbeitet und im Labor noch unter dem Mikroskop exakt an die Kavität im Gipsmodell angepasst. Die Höhe und Kauflächengestaltung wird mit dem Gegenkiefer abgestimmt. Nach etwa einer Woche wird in einer zweiten Sitzung die fertige Füllung im Mund anprobiert und bei optimaler Passung in den Zahn eingesetzt mit Spezial-Zementen oder Kunststoffen. Nach dem Aushärten des Zementes wird die Füllung ein paar Tage später noch einmal poliert und kontrolliert.

Ein Onlay ist eine besonders große Gold-Einlagefüllung, bei der zum Teil zerstörte Höcker eines Zahnes mit überkappt werden. Der Übergang vom Gold-Inlay oder Onlay zur Teilkrone (siehe Zahnersatz) ist fast fließend. Bei einer Teilkrone ist der Zahn jedoch so weit kariös oder sind die Wände so dünn, dass auch die Zahnhöcker in die Restauration mit einbezogen werden.

Gold-Füllungen sollten langfristig nicht neben anderen Metallen oder gar Amalgamfüllungen liegen. Durch den Kontakt mit anderen Metallen im Mund kann es zu Korrosionen der Metalloberflächen kommen. Dabei können auch Metallbestandteile in den Körper oder angrenzende Gewebe im Munde abwandern. Deshalb sollte bei Metallen genau darauf geachtet werden, dass lediglich eine einzige Legierung im Munde verwendet wird und nicht ein Material-Mix verschiedenster edler und unedler Metalle besteht.

Durch die aufwendige Präparation und Herstellung solcher gegossenen Füllungen entstehen natürlich höhere Kosten als bei direkt im Mund gefertigten Füllungen. Auch hier sind Zuzahlungen durch die Patienten unumgänglich.

Anstelle von Gold können Einlagefüllungen auch aus anderen Metallen wie zum Beispiel Titan hergestellt werden. Titan ist ein biologisch gut verträgliches Material. Das Aussehen von Titan-Inlays ähnelt jedoch dem von Amalgamfüllungen durch die silbrig-schwarze Farbe und ist ästhetisch unschöner als Gold.

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Diese Seite wurde erstellt von  Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.

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