Amalgamfüllung (Amalgam wird in meiner Praxis nicht verwendet)
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plastisches Füllungsmaterial, wird direkt im Mund in das "Loch im Zahn" eingebracht und härtet von selbst im Munde aus |
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Vorteile |
Nachteile | ||||||||||||||
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In den letzten Jahren hat sich eine heftige Diskussion um das Füllungsmaterial Amalgam entwickelt.
Amalgam
ist eine metallische Legierung aus Quecksilber, Silber, Zinn, Zink, Kupfer u.a.
Jahrzehnte wurde Amalgam universell eingesetzt für Zahnfüllungen im
Seitenzahnbereich. Es war ein preisgünstiges, schnell zu verarbeitendes und bei
guter Verarbeitung auch recht dauerhaftes Füllungsmaterial.
Eine
Gesundheitsbelastung durch Quecksilber und andere Schwermetalle wird nicht mehr
völlig ausgeschlossen. Dies führte dazu, das das frühere Bundesgesundheitsamt
zunächst eine Empfehlung herausgegeben hat, Amalgam als Füllungsmaterial
selbst bei bester Verarbeitung nicht bei Schwangeren, Nierenkranken und nicht
bei Kindern unter 6 Jahren zu benutzen. Später wurde empfohlen Amalgam generell
nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter zu verwenden.
Mir ist nicht ersichtlich warum also Amalgam bei Männern und älteren Patienten
dann trotzdem unbedenklich sein soll.
Zudem mehren sich nicht nur bei Anhängern der Naturheilkunde sondern auch bei
Schulmedizinern die Stimmen, Amalgam als Füllungswerkstoff nicht mehr als
unbedenklich zu bezeichnen: die "abgekauten" Quecksilberverbindungen
und Schwermetalle werden nur zum Teil ausgeschieden, ein erheblicher Teil kann
in verschiedenen Organen unterschiedlich stark abgelagert werden. Je nach
körperlicher Abwehrlage könnten daraus allgemeine/unspezifische
Krankheitssymptome entstehen, wie z.B. Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit,
Konzentrationsschwäche, rheumatische Störungen, Magen-Darmstörungen,
Hauterkrankungen, Metallgeschmack usw. Meist allerdings können heute diese Symptome nicht
eindeutig der Verwendung von Amalgam zugeordnet werden. Die Symptome können
auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten - vor möglicherweise übereilten
Schlussfolgerungen ist deshalb zu warnen: eine generelle Schädigung durch
Amalgam ist nicht nachweisbar. Treten jedoch unspezifische Krankheitssymptome
auf, deren Ursache nicht zu finden ist, so sollte man sich durchaus auch die im
Munde befindlichen Füllungen näher ansehen.
Amalgame können wenn sie mit anderen Metallen im Mund kombiniert werden zu Ionenfluss führen: Speichel ist ein Elektrolyt und kann Metallionen leiten. Dies gilt auch bei der Kombination anderer edler und unedler Metalle im Mund. Dann kann es zu Korrosion der Metalloberfläche (Schwarzfärbung) oder Metallgeschmack kommen. Auch Einlagerungen von Metallionen ins Weichgewebe sind möglich.
Die quecksilberhaltigen Amalgamabfälle (z.B. auch Füllungsreste in gezogenen Zähnen) müssen wir Zahnärzte als teuren Sondermüll durch Spezialfirmen entsorgen lassen, sie dürfen nicht in den normalen Hausmüll gelangen. Das aus alten Füllungen herausgebohrte Amalgam muss durch Amalgamabscheider aus dem Wasser herausgefiltert werden, es darf nicht ins Trinkwasser gelangen.
P.S. selbst Fieberthermometer sind heute quecksilberfrei !
Ich bin der Meinung, dass es aus heutiger Sicht sehr gute und eindeutig unbedenklichere Füllungsmaterialien gibt bei denen nach jetzigem Stand der Wissenschaft nicht mit erheblichen Nebenwirkungen bzw. Allergisierungsgefahren zu rechnen ist. Was nicht in den Hausmüll und ins Wasser gelangen darf, sollte meiner Meinung nach auch nicht im Munde zu finden sein.
Auch gibt es heute moderne Materialien für Zahnfüllungen, die zahnfarben und damit viel ästhetischer sind, als das grau-silberne Amalgam.
Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, Amalgam als Füllungswerkstoff nicht zu verwenden.
Werden Amalgamfüllungen aus dem Mund entfernt, sollte dies mit besonders guten Absaugverfahren oder besonderem Schutz (Kofferdam, Spanngummi) erfolgen um ein Verschlucken von Metallteilchen zu vermeiden. In der ganzheitlichen Medizin und Zahnheilkunde werden ausleitende Verfahren empfohlen um im Körper befindliches Quecksilber und andere Schwermetalle besser aus dem Körper auszuscheiden. Im persönlichen Gespräch werden sie umfassend informiert.
Diese Seite wurde erstellt von Dr. Elke Seitz und Uli Kloppmann.
© Dr. Elke Seitz 2000